Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

Vereinte Nationen

Das BKG beteiligt sich derzeit bei zwei von den Vereinten Nationen eingerichteten Organisationen mit Mandat des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen (ECOSOC – Economic and Social Council): dem „UN Committee of Experts on Global Geospatial Information Management" (UN-GGIM Committee) und der „United Nations Group on Geographical Names" (UNGEGN).

United Nations Global Geospatial Information Management (UN-GGIM)

Nationale Geodaten in das europäische und internationale Umfeld einzubinden, rückt immer häufiger in den Fokus. Um vor Naturkatastrophen besser gewappnet zu sein, müssen Geodaten – u. a. über die Veränderungen des Meeresspiegels oder der Erdkrustenbewegungen – auf der Basis eines einheitlichen globalen geodätischen Referenzrahmens vorliegen.

In diesem Zusammenhang bedeutsam ist hier das United Nations Global Geospatial Information Management (UN-GGIM): eine Initiative der Vereinten Nationen (UN), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das globale Geoinformationsmanagement zu koordinieren. Ein Ziel von UN-GGIM ist es, das gegenwärtige informelle System durch eine multilaterale und formelle Zusammenarbeit von Staaten mit UN-Mandat zu unterstützen. Wichtige Themen bei UN-GGIM sind die Integration von statistischen und geographischen Informationen, insbesondere in ihrer Bedeutung für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals – SDG).

Weitere Informationen unter http://ggim.un.org/

United Nations Group on Experts on Geographical Names (UNGEGN)

Die United Nations Group on Experts on Geographical Names (UNGEGN) ist eine der sieben ständigen Expertengruppen des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen (ECOSOC). Die Sitzungen der UNGEGN sind der fachlichen und wissenschaftlichen Arbeit im Hinblick auf die Standardisierung geographischer Namen gewidmet. Deutschland ist Mitglied der Dutch- and German-speaking Division (DGSD). Weitere Mitgliedsländer der DGSD sind Belgien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Südafrika und Suriname, von denen die Niederlande, Österreich, Schweiz und Deutschland zur Zeit intensiv zusammenarbeiten. Das BKG leitet die Arbeitsgruppe „Toponymic Data Files and Gazetteers“ der UNGEGN. Diese Arbeitsgruppe diskutiert, wie standardisierte geographische Namen als „Geographic Identifier“ in Geodateninfrastrukturen integriert werden sollen. Die Verknüpfungen von Geodaten werden immer wichtiger und das Verfahren zur Einbindung von nicht-amtlichen Datenbeständen, d.h. „Crowd-Sourced“ bzw. „Volunteered Geographic Information (VGI)“ muss weiter ausgebaut und standardisiert werden. Alle DGSD-Mitglieder sind in weiteren Arbeitsgruppen der UNGEGN aktiv tätig. Damit stellt die DGSD eine der aktivsten Gruppierungen innerhalb der UNGEGN dar.

Weitere Informationen unter http://unstats.un.org/unsd/geoinfo/UNGEGN/default.html