Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

Geokodierungsdienst für Flurstücke

ProjektpartnerProjektleitungLaufzeit
BKG, BundesländerBKG2016 - 2018

Bild zeigt die Suche nach einer bestimmten Flurstücksnummer

Flurstücke verfügen neben ihrem eindeutigen Raumbezug deutschlandweit über einen einheitlichen 20-stelligen Schlüssel. Dennoch gibt es noch keine Suchmaschine, die das Auffinden von Flurstücken bundesweit ermöglicht. Dabei ist die Verknüpfung von Sach- und Rauminformationen in Zeiten von digitalen Karten eine Standardaufgabe und entscheidend für die räumliche Verarbeitung und visuelle Analyse.

Im Zuge der Digitalen Verwaltung werden Behörden gemäß § 14 des E-Government-Gesetzes dazu verpflichtet, neue oder überarbeitete Register mit Bezug zu Flurstücken mit einer Koordinate zu versehen, sodass die Informationen der Register in digitalen Karten dargestellt werden können.

Projektzielsetzung

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen (AdV) arbeitet das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) zusammen mit allen Ländern daher an einer deutschlandweiten Lösung. Ziel ist die Entwicklung eines Dienstes zur Geokodierung von Flurstücken, welcher die automatische Suche nach Flurstücken ermöglicht.

Die Herausforderung besteht dabei in der Zusammenführung der verschiedenen Dienste, da die Zuständigkeit der Erhebung und Aktualisierung dieser Daten bei den Ländern liegt.  In neun Ländern liegen derzeit geeignete Dienste vor, die eine Geokodierung von Flurstücken unterstützen.

Projektumsetzung

Um zu einer bundesweiten Lösung zu gelangen, müssen die Dienste in einer Dienste-Kaskade gebündelt werden. Voraussetzung hierfür ist ein gemeinsamer Standard, welcher die Schnittstelle und das Datenmodell harmonisiert. Als Schnittstelle dient der Web Feature Service (WFS) des Open Geospatial Consortium (OGC) - an einem einheitlichen Datenmodell wird aktuell noch gearbeitet.

Bild zeigt die Dienstekaskade des bundesweiten Geokodierungsdienstes für Flurstücke

Die Bereitstellung von Informationen über eine Dienste-Kaskade entspricht der Bereitstellungsstrategie der AdV. Diese erste zukunftsweisende Lösung stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Im Dienstleistungszentrum des Bundes für Geoinformation und Geodäsie im BKG entsteht derzeit ein Prototyp, welcher die Dienste und Daten der Länder unterschiedlicher Ausprägung bündelt. Neben den Diensten der Länder kommen auch alternative Datenquellen von sechs weiteren Ländern auf Basis des Liegenschaftskatasters (ALKIS) zum Einsatz.