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Staatssekretär Dr. Beus besucht das Geodätische Observatorium Wettzell

Datum: 16.09.2009

Dr. Beus, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI) in Berlin, besuchte am 11. September 2009 das Geodätische Observatorium Wettzell im Bayerischen Wald. Das im Geschäftsbereich des BMI vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) und der TU München betriebene Observatorium führt grundlegende geodätische Beobachtungen im globalen Rahmen durch, die bundesweit einzigartig sind.

Besuch im Observatorium Wettzell, v.l.n.r. Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dietmar Grünreich, BKG, Frau Janet Heuwold, BMI, Herr Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, BMI, Herr apl. Prof. Ulrich Schreiber, BKGBesuch im Observatorium Wettzell, v.l.n.r. Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dietmar Grünreich, BKG, Frau Janet Heuwold, BMI, Herr Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, BMI, Herr apl. Prof. Ulrich Schreiber, BKG
Quelle: BKG

 

Die geodätischen Beobachtungen umfassen sowohl Messungen von Schwankungen der Erdrotation mit einem Ringlaserkreisel als auch Entfernungsmessungen mit Lasern zu speziell ausgerüsteten Satelliten und zum Mond. Der Einsatz dieser Laser ist auch der Grund für die Lage des Observatoriums bei Wettzell im Bayerischen Wald, weil aufgrund der extrem starken Laserstrahlen der Betrieb dieser Messverfahren nur in einer Flugverbotszone erfolgen kann.

Zum Verantwortungsbereich des Geodätischen Observatoriums Wettzell gehören auch das Transportable Integrierte Geodätische Observatorium (TIGO), das in Concepcion/Chile stationiert ist, und die Deutsche Antarktis Empfangsstation in O’Higgins/Antarktis. Die Station in der Antarktis betreibt BKG gemeinsam mit der Deutschen Agentur für Luft- und Raumfahrt (DLR). 

Auf allen Stationen Observatorien werden Messungen mit Radioteleskopen durchgeführt, die Signale von Milliarden Lichtjahren entfernten interstellaren Radioquellen empfangen. Aus diesen Beobachtungen können großräumige, plattentektonische  Bewegungen der Erdkruste nachgewiesen werden. So kann aus den Beobachtungsdaten u.a. erkannt werden, dass Europa und Amerika kontinuierlich auseinanderdriften. Weiterhin werden aus den Beobachtungsdaten auch die kontinuierlichen Änderungen sowohl der Rotationsachse als auch der Rotationsgeschwindigkeit der Erde abgleitet. 

Mit ihren geodätischen Beobachtungen sichern die Observatorien auch die deutschen und internationalen geodätischen Referenzsysteme, die u.a. die Grundlage für sämtliche amtlichen Vermessungen sowie für die im täglichen Gebrauch kontinuierlich steigende Verwendung von Satellitennavigationssystemen wie GPS und das künftig verfügbare europäische GALILEO-System bilden. 

Staatssekretär Dr. Beus war nach dem Besuch „beeindruckt von der Tätigkeit und der Vielfalt des Geodätischen Observatoriums, dessen Dienstleistungen für den Bürger häufig unbekannt sind und deren Bedeutung oft unterschätzt werden“.

Bild - Herr Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus lässt sich den Einsatz des Lasers von Herrn Nikolaus Brandl, BKG, erklärenHerr Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus lässt sich den Einsatz des Lasers von Herrn Nikolaus Brandl, BKG, erklären

Die Kompetenz des Geodätischen Observatoriums des BKG ist international hoch angesehen. So ist z.B. der neu entwickelte Ringlaserkreisel das weltweit genaueste Gerät zur ständigen direkten Messung von Schwankungen der Erdrotation. 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.bkg.bund.de sowie unter http://www.fs.wettzell.de/ .



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