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Geoinformation - ein zentrales Thema der diesjährigen Messe Moderner Staat

Datum: 14.11.2011

BKG und GDI-DE geben wichtige Impulse auf der Messe

Die Koordinierungsstelle Geodateninfrastruktur Deutschland (Kst. GDI-DE) und das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) haben auf der Messe Moderner Staat am 8. und 9.11.2011 bedeutende Beiträge und Impulse gegeben. Die Messe Moderner Staat ist bundesweit eine Leitmesse für den sog. Public Sector. In diesem Jahr stand erstmalig das Thema Geoinformation mit auf der Agenda der Messe und des begleitenden Kongresses. Im Messebereich wurde in Kooperation mit der Kst. GDI-DE und dem BKG der „Themenpark Geoinformation“ eingerichtet. Der Kongress bot mehrere Vorträge und Diskussionsrunden zum Thema „Geoinformation“ an. U.a. diskutierten Fachleute im „Forum Geodaten vernetzen – besser entscheiden“ in einer Podiumsrunde die Perspektiven des Geoinformationswesens in Deutschland. Geodaten spielen außerdem eine zentrale Rolle im von Bundesinnenminister Dr. Friedrich auf der Messe eröffneten Wettbewerb „Apps für Deutschland“.

Bild zeigt Vertreter von Fraunhofer, österreichische Ministerin und Staatssekretärin des BMIBild v.l.n.r.: Herr Ralf Eck, Fraunhofer IOSB, Frau Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst Österreichs, und Frau Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, Bundesministerium des Innern

Themenpark Geoinformation
Der Themenpark Geoinformation gab öffentlichen Einrichtungen wie Firmen die Möglichkeit, Technologien und Anwendungen des E-Government auf der Basis von Geodaten und Geodiensten zu präsentieren. Der Themenpark wurde gut angenommen, sowohl seitens der Aussteller als auch der Besucher.

Der Eröffnungsrundgang der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst aus dem Partnerland Österreich, Frau Heinisch-Hosek, und der Bundesbeauftragten für IT, Frau Staatssekretärin Rogall-Grothe, führte auch durch den Themenpark. Beide zeigten sich beeindruckt von den Anwendungsmöglichkeiten moderner Geodienste. Sie konnten sich hiervon live am „Online Geo-Center“ überzeugen, einem digitalen Lagetisch, der vom Fraunhofer Institut IOSB aus Karlsruhe entwickelt wurde und von diesen in Kooperation mit BKG und Kst. GDI-DE auf der Messe vorgeführt wurde. Im digitalen Lagetisch werden webbasierte Geodienste zusammengeführt, anschaulich visualisiert und mit virtuellen Werkzeugen kombiniert. Auf diese Weise werden Entscheider in Krisenlagen in die Lage versetzt, komplexe Situationen mit kombinierten Geodaten in Echtzeit auf einfache Art zu überschauen und möglichst adäquat zu reagieren.

Weitere Informationen hierüber finden Sie unter: http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/7583/ und

http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/7583/GGTSPU-gate1-f.ifag.de-12499-601394-DAT/Produktblatt_Lagetisch.pdf?command=downloadContent&filename=Produktblatt_Lagetisch.pdf

Forum Geodaten vernetzen – besser entscheiden
Die 90minütige Veranstaltung beinhaltete einen Impulsvortrag zum Thema „Betriebsmodell GDI-DE“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Auf dem Panel waren neben dem Moderator, Herrn Wolfgang Naujokat (Initiative D21), Herr Dr. Georg Thiel (BMI), Herr Dr. Hawerk (Landesbetrieb Geoinformation Hamburg), Herr Dr. Philipp Müller (CSC) und Herr Dr. Lenk (BKG) vertreten. Die Diskussion behandelte die zukünftigen Handlungsfelder des Geoinformationswesens in Deutschland. U.a. wurde eingefordert:

-          mehr Kooperation zwischen privaten Lieferanten von GI-Technologien und –Lösungen sowie dem öffentlichen Bereich,

-          mehr Annäherung der GI-Community und der IT-Industrie,

-          politische Entscheidungen für den Ausbau des Geoinformationswesen sowie

-          konkret der nachhaltige Ausbau des Betriebs der GDI-DE hin zu einem qualitätsgesicherten Serviceangebot

Impulsvortrag „Geodaten vernetzen. Besser entscheiden! (vnd.ms-powerpoint 1032-KB)"

Wettbewerb „Apps für Deutschland“

Als Schirmherr startete der Bundesinnenminister Dr. Friedrich auf der Messe den Wettbewerb "Apps für Deutschland". Die Träger des Wettbewerbs sind Open Data Network, Open Knowledge Foundation Deutschland und Government 2.0 Netzwerk Deutschland mit Unterstützung des Branchenverbandes BITKOM, der Landesinitiative "Projekt Zukunft" von Berlin sowie der Freien Hansestadt Bremen.

Gesucht und prämiert werden innovative Anwendungen (Apps), die auf Datensätzen der öffentlichen Verwaltung beruhen. Öffentliche Einrichtungen von Bund, Ländern und Kommunen stellen hierfür Datensätze zu freien Nutzungsbedingungen im Sinne von „Open Data Kriterien“ bereit. Geodaten sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Das BKG stellt beispielsweise Daten, die lizenzrechtlich dem Bund gehören, kostenfrei für die aus dem Apps-Wettbewerb stammenden Anwendungen bereit.

Weitere Informationen sowohl über die Möglichkeiten der Bereitstellung von Daten als auch über die Beteiligung als Entwickler finden Sie unter im Internet unter:

www.apps4deutschland.de



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