Pressemitteilung: Geodatenbedarfserhebung des Bundes: erste Ergebnisse liegen vor
Datum: 11.01.2012
Die ersten Ergebnisse zur Geodatenbedarfserhebung des Bundes liegen vor, die das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) im Herbst 2011 online erfragte. Insgesamt beteiligten sich 55 Einrichtungen des Bundes aus zwölf verschiedenen Ressorts an der Erhebung. Von den teilnehmenden Einrichtungen nutzen 76% Geodaten bzw. haben ein Interesse an einer zukünftigen Verwendung. Dies spricht für eine große Bereitschaft zur Nutzung von Geodaten innerhalb der Bundesverwaltung. Die Qualität des bereits bestehenden Angebotes an Geodaten der Bundesverwaltung wurde von mehr als 70% als positiv beurteilt. 69% der befragten Einrichtungen meldeten einen zusätzlichen Bedarf an Geodaten. Bis zu 75% dieses Bedarfs können mit entsprechenden Maßnahmen kurzfristig aus dem Geodatenangebot der Bundesverwaltung befriedigt werden. Die insgesamt hohe Anzahl an abgegebenen Bedarfsmeldungen zeigt, dass noch große Potentiale zur Intensivierung der Geodatennutzung innerhalb der einzelnen Einrichtungen des Bundes offen liegen.
Das BKG ist bestrebt, zwischen Datenanbietern und Bedarfsträgern zu vermitteln, um bestehende Bedarfe zu decken. Auch wird es unmittelbar nicht zu befriedigende Bedarfe weiter untersuchen bzw. spezifizieren. Derzeit wird ein Maßnahmenkatalog zur Umsetzung der Empfehlungen der Geodatenbedarfserhebung vom BKG entwickelt. Zum Abschluss der Erhebung ist eine umfangreiche Evaluierung des Verfahrens zur Geodatenbedarfserhebung und evtl. Anpassung geplant.
Informationen zur Geodatenbedarfserhebung des Bundes:
http://www.imagi.de/geodatenbedarfserhebung/navl_bedarfserhebung.html
Informationen zum Angebot an Geodaten der Bundesverwaltung:
http://ims.bkg.bund.de/website/Produktuebersicht.html
Hintergrundinformationen zum BKG
Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern. Es stellt ein einheitliches räumliches Bezugssystem (Koordinatensystem) für das gesamte Bundesgebiet sowie vielfältige Geobasisdaten für Bundeseinrichtungen, öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürger bereit. Hierfür unterhält es ein GeoDatenZentrum und geodätische Observatorien, auf denen mit verschiedenen Techniken die Bewegungen der Erdsatelliten beobachtet werden. Es setzt dabei modernste geodätische und kartographische Technologien sowie hochleistungsfähige Informations- und Kommunikationstechniken ein.
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