Berufsbild
Der im Jahr 2010 neu geschaffene Ausbildungsberuf des Geomatikers deckt den Gesamtprozess des Geodatenmanagements von der Erfassung über die Verarbeitung bis zur Visualisierung von raumbezogenen Daten ab. Rechtliche Grundlage ist die „Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie vom 30. Mai 2010“. In ihr sind die zu erwerbenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten für den Ausbildungsberuf Geomatiker/in festgelegt.
Vermessungsübung
Übung mit dem Tachymeter
GPS-Übung
Qualifikationen
- Geodaten erfassen und beschaffen
- Geodaten verarbeiten, verwalten und veranschaulichen
- Geodaten modellieren und in unterschiedlichen Formaten für verschiedene Medien aufbereiten
- Informations- und Kommunikationssysteme der Geomatik nutzen
- Aufträge unter Verwendung von Geodaten kundenorientiert durchführen
- Marketingstrategien anwenden und in der Kundenberatung mitwirken
- Methoden der visuellen Kommunikation und grafischen Gestaltung von Karten anwenden und die Vermittlung und Darstellung komplexer räumlicher Sachverhalte beherrschen
- Geodaten in Karten, Präsentationsgrafiken und multimediale Produkte umsetzen
- Informations- und Kommunikationstechniken anwenden
- Berufsbezogenen Rechts- und Verwaltungsvorschriften beachten
- Naturwissenschaftliche und mathematische Grundlagen der Geoinformationstechnologie anwenden
- teamorientiertes und qualitätssicherndes Arbeiten
Scannen einer Vorlage
Kartenbearbeitung am PC
Plotten einer Karte
Mittels moderner Messverfahren nimmt der Geomatiker Objekte in der Natur auf und hält Veränderungen fest. Er kann unterschiedliche Vermessungsgeräte hinsichtlich Einsatzgebiet, Funktionsweise und Handhabung unterscheiden. Erhobene Daten überträgt und bereinigt er selbstständig und stellt sie für die weitere Bearbeitung zur Verfügung.
Er verwaltet Geodatenbanken und überprüft dabei Geodaten auf Aktualität, Genauigkeit, Korrektheit und Vollständigkeit. Aus zusammengeführten und miteinander verknüpften Daten gewinnt er neue Informationen und führt mit Geoinformationssystemen Analysen der Daten durch.
Die Ergebnisse seiner Arbeit visualisiert er in Karten und präsentiert diese mit Hilfe unterschiedlicher Medien. Er kann mit diversen Datenaustauschformaten umgehen und stellt Geodaten einem breiten Nutzerkreis zur Verfügung.
Weitere Informationen über den Beruf des Geomatikers erhält man bei der Kommission "Aus- und Weiterbildung der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e.V.".







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