Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie stellt sich vor
Prof. Dr. Kutterer
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich begrüße Sie herzlich auf den Internetseiten des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG).
Geodätische und kartographische Produkte sind heute so selbstverständlich wie der Strom aus der Steckdose. Am deutlichsten zeigt sich dies bei den weit verbreiteten Navigationssystemen, in denen digitale Kartenwerke und satellitengestützte Verfahren zur Bestimmung der eigenen Position nutzbringend zusammengeführt werden. Wie entstehen digitale Karten? Grundlage sind digitale Geoinformationen, die aus Luft- und Satellitenbildern abgeleitet und anschließend visualisiert, d.h. anschaulich dargestellt werden. Woher kommen die Positionen? Selbstverständlich vom GPS – aber wo ist das Koordinatensystem? So einfach das zeichnerisch auf dem Papier geht, so komplex erweist es sich in der Realität. Bei heutigen Genauigkeitsansprüchen sind sogar die Verschiebung der Kontinente und die Drehgeschwindigkeit der Erde zu berücksichtigen. Auch die Frage nach der Nullmarke für Geländehöhen ist zu klären.
Tatsächlich beruhen Planungen und Entscheidungen im öffentlichen und im privaten Bereich sehr häufig auf derartigen Geoinformationen, also auf Daten verschiedenster Art, die sich auf räumliche Positionen beziehen. Dies gilt in gleichem Maße für den Tunnelbau, für die Festlegung von Biotopen und für die Einsatzplanung in Krisenfällen. Ohne Frage hängt die Qualität von entsprechenden Maßnahmen wesentlich vom Zugang zu aktuellen und zuverlässigen Geoinformationen ab. Um dies zu ermöglichen, sind aufwändige Geodaten- und Beobachtungsinfrastrukturen einzurichten und zu betreiben. Geoinformationen sind nämlich nur dann aktuell, wenn sie regelmäßig – bzw. je nach Thema kontinuierlich – erfasst, ausgewertet und bereitgestellt werden.
Als modernes Kompetenz- und Dienstleistungszentrum des Bundes leistet das BKG im Rahmen seines Auftrags wichtige, grundlegende Beiträge in diesem Kontext gemeinsam mit seinen Partnern in Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Konkret stellt das BKG geodätische Bezugssysteme und Basisinformationen für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland effizient und in bedarfsgerechter Qualität bereit. Es entwickelt die dafür erforderlichen Technologien auf dem Stand von Wissenschaft und Technik. Weiterhin berät das BKG die Einrichtungen des Bundes auf den Gebieten der Geodäsie und des Geoinformationswesens und vertritt die einschlägigen fachlichen Interessen auf internationaler Ebene.
Aufgrund der stetig wachsenden Bedeutung von Aufgaben mit Raumbezug auf nationaler und europäischer Ebene, auch im Zusammenhang mit dem globalen Wandel, hat die Nutzung von Geoinformationen in den letzten Jahren – unterstützt durch die rasante Entwicklung der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien – enorm zugenommen. Um der Nachfrage nach hochwertigen Produkten zu entsprechen, setzt das BKG modernste geodätische und kartographische Technologien sowie hochleistungsfähige Informations- und Kommunikationstechniken im Verbund mit europäischen und internationalen Partnern ein. Das BKG trägt außerdem in technologischer und organisatorischer Hinsicht maßgeblich zum Aufbau der Geodateninfrastruktur für Deutschland (GDI-DE) bei, durch die eine kontinuierliche und flächendeckende Versorgung mit aktuellen, zuverlässigen und leicht zu handhabenden Geoinformationen nicht nur für unser Land, sondern auch für die EU gewährleistet wird.
Sind Sie neugierig geworden? Dann lade ich Sie zum Besuch unserer Internetseiten ein, um mehr über die Aufgaben, Produkte und Verfahren des BKG zu erfahren. Erkunden Sie das GeoDatenZentrum und betrachten Sie beispielsweise mit dem DOP-Viewer Deutschland von oben, oder besuchen Sie unser Geodätisches Observatorium in Wettzell. Für weitergehende Informationen und konkrete Anforderungen nehmen Sie am besten direkt mit uns Kontakt auf.
Hansjörg Kutterer
Präsident und Professor des BKG
Organisationsplan (pdf 1384-KB) des BKG







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