Europäische Aktivitäten
EuroBoundaryMap, EuroRegionalMap und EuroGlobalMap
Das BKG beteiligt sich aktiv am Aufbau einer europäischen Geodateninfrastruktur (ESDI) im Rahmen der Initiative "INSPIRE" der EU-Kommission durch Mitwirkung in den entsprechenden Expertengruppen und begleitenden Entwicklungsprojekten um rechtzeitig Konsequenzen für nationale Produkte zu erkennen.
Dabei arbeitet das BKG eng mit EuroGeographics, dem Zusammenschluss der Europäischen Karten-, Kataster- und Vermessungsverwaltungen, zusammen und beteiligt sich intensiv an der Entwicklung und Bereitstellung gesamteuropäischer Referenzdatensätze.
Eurogeographics wird durch das BKG in mannigfaltiger Weise finanziell und durch die Weitergabe von Fachwissen sowie die Bereitstellung von Datensätzen unterstützt. Dies geschieht insbesondere durch die Mitarbeit in Projekten als Partner wie auch als Projektführer.
Der Aufbau des Datensatzes EuroBoundaryMap erfolgt nach einer am BKG erstellten Spezifikation durch das BKG als Projektführer in Zusammenarbeit mit den jeweiligen nationalen Vermessungs- und Katasterbehörden als Datenlieferanten. Die EuroBoundaryMap wird nach Qualität und Umfang unter Berücksichtigung moderner Technologien stetig weiterentwickelt.
Bei den Projekten EuroRegionalMap und EuroGlobalMap beteiligt sich das BKG unter der Projektführung des IGN Belgien bzw. des NLS Finnlands intensiv an der Weiterentwicklung der Spezifikation und der technischen Realisierung der Produkterstellung insbesondere was die Verwendung neuer GIS- Technologien betrifft.
Das BKG ist Projektkoordinator für die EuroBoundaryMap (früher SABE), Regionalkoordinator für EuroGlobalMap und spielt eine aktive Rolle im Projekt EuroRegionalMap.
Ausführliche Informationen zu diesen sowie anderen europäischen Entwicklungsprojekten, an denen das BKG beteiligt ist, finden sich auf den Seiten von EuroGeographics.
EuroDEM
EuroDEM
Seit Mai 2008 steht das neue Produkt EuroDEM zur Verfügung.
Unter dem Projektmanagement des BKG wurden die nationalen Höhendatenbestände der Kartographiebehörden Europas zu einem harmonisierten Datensatz zusammengestellt. Hierbei wurden die Unstimmigkeiten an den Ländergrenzen eliminiert und Modell-Lücken gefüllt.
EuroDEM ist ein paneuropäisches Geländemodell mittlerer Auflösung im Maßstabsbereich 1:50.000 bis 1:100.000. Der Datensatz beschreibt die Höhe der Erdoberfläche des EU27-Gebiet sowie weiterer,angrenzender Länder.
Das Digitale Geländemodell (DGM) EuroDEM bietet eine Höhengenauigkeit von 8 bis 10 Metern, sowie eine Gitterweite von zwei Bogensekunden. EuroDEM ergänzt als dreidimensionales Modell der Erdoberfläche vortrefflich die bisherigen, zweidimensionalen Produkte von EuroGeographics.
Ausführliche Informationen zu diesen Produkt finden Sie auf der EuroDEM-Webseite.
EuroGeoNames
Das Projekt EuroGeoNames (EGN) wurde im Jahr 2004 vom BKG initiiert und in das Arbeitsprogramm von EuroGeographics integriert.
Am 01. September 2006 wurde das Projekt begonnen. Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie ist für die Konzeption und Projektkoordination verantwortlich. Ziel des Projekts ist der Aufbau von Diensten für eine internetbasierte Infrastruktur. Damit sollen geographische Namenrecherchen in allen europäischen Sprachen möglich gemacht werden.
Dabei sollen auch geographische Namen in anerkannten Minderheitensprachen Berücksichtigung finden, z.B. in Deutschland Namen in Sorbisch und Friesisch.
Die europäischen Landesvermessungseinrichtungen beteiligen sich mit ihren Namendatenbeständen an dem EGN-Informationsnetzwerk. Die Datenhaltung und –aktualisierung verbleibt dabei weiterhin in alleiniger Zuständigkeit der jeweiligen Länder.
EGN wird einen Beitrag für den Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur (European Spatial Data Infrastructure, ESDI) liefern.
Das EGN-Projekt wird von einem internationalen Konsortium durchgeführt.
Neun Partner aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung aus fünf Ländern (Österreich, Deutschland, Niederlande, Slowenien, Großbritannien) sowie EuroGeographics arbeiten zusammen.
Dienststellen aus weiteren 12 Ländern (Zypern, Tschechien, Spanien, Finnland, Frankreich, Ungarn, Litauen, Lettland, Niederlande, Norwegen, Slowakei, Türkei) bilden gegenwärtig die Referenzgruppe. Sie sind die potentiellen Datenanbieter, die ihre nationalen geographischen Namendatenbestände zur Verfügung stellen möchten.
Das finanzielle Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro. 50 Prozent der Kosten werden durch die EU im Rahmen des eContentplus-Programmes getragen. Die Laufzeit des Projekts beträgt 30 Monate.
Informationen zu den bisherigen Workshops sowie zum Projekt finden Sie auf den Internetseiten von EuroGeoNames.







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